Duke 2 Problem Leelrauf - Choke abgerüttelt?

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Guten Morgen zusammen

Ich hoffe es kann mir jemand von Euch erfahrenen Duke- Treiber helfen.
Habe ein Problem mit meiner Duke 2, 640, Bj 2000, 28'000km.
Gemacht ist: offener Luffi, andere Bedüsung, 17/42. Sonst original.
Vor 500km von mir fast neu aufgebaut. Ventile von KTM- Mech eingestellt.
Bin ca. 400km gefahren ohne Probleme, lief wirklich sehr gut. Hab sie auch ziemlich getreten, hält alles!

Nun, seit ca. 50km das Problem, dass wenn sie warm hat (80/90°) und ich anhalte, Leerlauf auf N, säuft sie nach etwa 5-10 Sekunden ab. Wenn ich sie dann wieder starte, brauch ich zusätzlich mit dem Gas zu spielen. Anfahren geht also nur mit Kupplung und Gas um sie auf Drehzahl zu halten.
Hab schon versucht das Standgas zu erhöhen, leider keinen Erfolg. Kaltstart geht übrigens wunderbar, Problem nur wenn sie warm ist.

Um das Problem einzugrenzen: Ich vermute der Choke ist die Ursache. Und zwar unten am Vergaser dürfte der doch mit einem 90° Röhrchen geführt sein.
Nun das Teil hängts bei mir nur «so rum» also ist nicht befestigt. Von Hand kann ich das Teil «wegziehen».
Das ist so nicht richtig oder? Gehört da die berühmte Kunststoffmutter hin, die gerne mal ausleiert?

Oder könnt das Problem mit den nun kürzlich doch markant wärmeren Temperaturen zusammenhängen?

Danke Euch schon jetzt für Ideen / Anregungen!
 

Norbert

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Hallo,

so poantan aus dem Bauch rasu würde ich sagen der Chokekolben hängt.
Man mal nen Bild wie es bei dir aussieht.

Gruss

Norbert
 
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Werde heute Abend mal ein paar Bilder machen.

Aber ist es normal, dass sich das 90°- Röhrchen für den Choke am Vergaser überhaupt bewegen lässt?
Wie gesagt, wenn ich am Röhrchen ziehe, lässt das sich umher- resp. wegschieben (Das Seil selber bleibt aber eingehängt).
 
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So soll's nicht aussehen, das Teil muss fest sein. Falls es kaputt ist am besten bei Topham nachfragen. Viel Erfolg !
 

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Super, danke!
Also habs jetzt noch genauer begutachtet: die mutter (kunststoff schwarz) ist intakt.
Allerdings ist das Röhrchen (silber, chromig) irgendwie aus der Fassung gerutscht! Die Fassung ist so wie ichs begutachtet hab in der Mutter drin, das Röhrchen nur gesteckt!??
Ich nehm mal an, dass somit der choke auch im nichtbetätigten modus, immer leicht aktiv war.
Ich habs jetzt wieder in die Fassung der Mutter getüdelt und die kleine Gummiabdeckung wieder drüber gestülpt.

Morgen fahr ich zur Arbeit und berichte dann natürlich, falls jemand irgendwann ähnliche Symptome hat.

Ich hab n Foto gemacht...versuch das dann noch hochzuladen...naja, hoff ich versemmels nicht wie bei meinen anderen beiträgen.....
 
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IMG_20190603_180509.jpg

Hoff es hat geklappt, sonst folgt das bild morgen....
Naja, denk meine beschreibung von vorher dürft ev. auch passen....
 
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Da hängt eindeutig der Chokekolben. Rausschrauben, reingen, wieder einbauen. Ist aber eine Frikelei, aber geht.
Sie aber auch in den Kolbenkanal und reinige auch diesen!
Kannst bei Gelegenheit auch gleich das Spiel beim Seilzug kontrollieren und ggf. einstellen.....
 
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Hallo

Choke hab ich demontiert, gereinigt. Dies hat aber leider nicht den gwünschten Effekt gebracht....selbe Symptome nach 1 stündiger testfahrt.
Wenn der Motor 80-90 grad hat (Öltemp) dann stirbt er im Stand ab. Während der fahrt ist mir aufgefallen, dass im unteren Gasviertel, bei ca. 3000 U/min die Karre sich verschluckt....

Halbgas und Vollgas geht alles, zieht sauber durch!

Nun, hab noch weiter festgestellt, dass wahrscheinlich zu viel Öl drinn war. War deutlich über der max Kerbe bei warmen Motor....Hab nun gut 1 dl abgesaugt, LuFi- Gehäuse war auch sehr ölig.

Weiter noch die Schwimmerkammer mal entleert.

Da es heute regnet, werd ich nicht zum testen kommen...ich werde aber weiter berichten...

Hat jemand sowas ähnliches schon mal bei zu viel Öl gehabt??
 

Norbert

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Hallo,

zuviel Oel kann dir auch den Luftfilter dicht machen, wenn es in den Kasten gedrückt wird.
Dann bekommt sie untenrum auch zu wenig Luft

Gruss

Norbert
 
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An dieser Stelle schon mal Danke für Eure Kommentare und Eure Hilfe!

Hm, interessant.... tönt zumindest mal in der Theorie plausibel, dass sie dadurch speziell im Standgas abstirbt.
Das macht für mich Sinn, denn die Symptome kamen kurz nachdem ich Öl nachgeschüttet habe (eben genialerweise viel zu viel)

Naja....dann kann ich den LuFi ja auch in die Tonne kloppen - schade, der ist ja durch den Neuaufbau -- eben neu.

:ROFLMAO:
 

Norbert

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probier erstmal aus ob sie ohne Luftfilter besser läuft!
Kurzeitig kann man so auch mal fahren

Gruss

Norbert
 
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Hallo
Konnte nun ausgiebig testen. Das Problem besteht leider immer noch
:mad:

Hab nun ca. 3dl (!) Öl abgepumpt - ja k.A. wie ich so viel zu viel Öl reinkippen konnte!

Das hat aber leider nicht den gewünschten Effekt gebracht. Ich hab nun die Gemischregulierschraube neu eingestellt. Hab sie ca. 1/3 Umdrehung weiter herausgedreht (BST40), d.h. ich habe sie fetter eingestellt.
Standgas funzt jetzt, an der Ampel, mit Kupplung gezogen und auch im Leerlauf.

Neu ist jetzt allerdings: Das Gas läuft nach - Also während dem fahren beim Schaltunterbruch oder halt im Stand. Wenn ich Gas gebe, bleibt die Drehzahl bei ca. 3'000 Umdrehung für ca. 4 Sekunden hängen und fällt dann in die Leerlaufdrhezahl (ca. 1'800)

Hab natürlich schon alle Züge kontrolliert. Mein nächster Gedanke wäre Falschluft.

Meine geplante Vorgehensweise:

1) Kontrolle Falschluft
2) Vergaser reinigen und auf Verschleiss checken
3) Ab zur KTM- Werkstatt

Wie würdet ihr die Fehlersuche weiter trieben?
Irgendwie erkenne ich die Zusammenhänge noch nicht genau - das Problem kam schlagartig, mit der gleichen Einstellung lief sie ca. 500km perfekt.
 

Norbert

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Hallo,

schau dir mal das Gummi zwischen Vergaser und Kopf genau an.
Falschluft ist bei dem beschriebenen wohl kein so falscher Gedanke
Hast du den Luftfilter auch erneuert bzw gereinigt ?

Gruss

Norbert
 
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Du hast einen Membranvergaser, und deshalb ist die eigentliche Schieberstellung NICHT direkt vom Gas abhängig. Kann ja sein, dass dein Schieber nicht mehr so leichtgängig ist, wie er sein sollte oder Feder lahm. Prüfe die Gangbarkeit des Schiebers und auch der Nadel im Hauptdüsenrohr. Verbogene Nadel bremst auch ;-)

Gruss
Stefan
 

Norbert

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Membranvergaser - da kommt mir noch die Idee mit der Membrane oben im Vergaser

Gruss

Norbert
 
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Danke für Eure Antworten (y)

War heute kurz bei meinem Mechaniker.
Er kennt das Problem, er drehte die GRS ganz rein und dann wieder in die richtige Position. Bei meiner Einstellung ging sie recht schwergängig, er machte sie wieder gängig.

Und tatsächlich - Problem gelöst, fuhr dann 10 Minuten, alles top, leichtes patschen, leerlauf wunderbar - bis auf einmal das Teil aner Kreuzung ausgegangen ist. Hab dann standgas leicht erhöht, Problem wieder das selbe nun :ROFLMAO:

Geh morgen nochmals zu ihm....

Erklären kann ich mir das nicht, dass das Problem von einer festgesessenen GRS kommen kann :unsure:
 
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Übrigens, schonmal sorry, bis jetzt hatte ich nur Motorräder neuerem Baujahr, kein Vergaser....bis auf meine alte Vespa, aber dort war mir das Prinzip klarer....
Danke für Eure "Geduld"
 

Norbert

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Hallo,

kann es sein das sie sich wieder ein Stück weiter raus gedreht hat durch die Vibrationen ?

Gruss

Norbert
 
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Danke für den Tipp! Hab das mit dem rausrütteln mal beobachtet. War gestern wieder unterwegs, konnte aber nicht feststellen, dass die Schraube sich löst.

Beim fahren hat sich alles ein wenig normalisiert, die Kiste bleibt nicht mehr hängen. Sie neigt aber noch teilweise zum absaufen im Stand. Ich denk da wird was verstopft sein, resp. Schmodder im Gaser sein. Ich hab die Duke ja grösstenteils revidiert, da hab ich schon früh bemerkt, dass der Vorbesitzer den Begriff "Wartung/Pflegen" nicht verstanden hat.

Heute sollte eigentlich mein China- Ultraschallgerät kommen. Dann demontier ich den Gaser und reinige alles. Vielleicht kommt da dann der Übeltäter raus.
Sofern mir das Ultraschallgerät nicht vorher auseinander fällt
:p

Werde weiter berichten, wenn ich einen Schritt weiter bin.
 
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